Häufige Fragen
Alles rund um Leistung, Pflegekasse und Ablauf. Fehlt etwas? Fragen Sie uns über das Kontaktformular.
Alltagshilfe ist eine von der Pflegekasse anerkannte Unterstützung im eigenen Zuhause. Eine feste Betreuungskraft kommt regelmäßig vorbei, hilft im Haushalt, beim Einkaufen, bei Behördengängen oder Arztterminen, und nimmt sich Zeit für ein Gespräch.
Wir arbeiten anerkannt nach §45a SGB XI. Das bedeutet: Ihre Pflegekasse übernimmt die Kosten direkt, ohne Umweg über Sie.
Wir sind ausdrücklich kein Pflegedienst. Unsere Betreuungskräfte dürfen keine medizinischen Leistungen erbringen, also kein Verbandswechsel, keine Medikamentengabe, keine Körperpflege.
Was wir dürfen und tun: Haushalt, Wäsche, Einkaufen, Kochen, Begleitung zu Terminen, Spaziergänge, Gespräche, Demenzbegleitung. Für medizinische Pflege arbeiten wir bei Bedarf gern mit einem Pflegedienst vor Ort zusammen.
Ja. Der Erstkontakt läuft häufig über Kinder oder Enkel. Für die Abrechnung brauchen wir dann die Angaben zur pflegebedürftigen Person und eine Unterschrift auf der Abtretungserklärung. Die Unterlagen schicken wir per Post, alles Weitere klären wir am Telefon.
Ja. Das ist unser wichtigstes Versprechen. Sie bekommen eine feste Bezugsperson, die Sie und Ihren Alltag kennt. Nur bei Urlaub oder Krankheit übernimmt eine Vertretung aus unserem Team, die Sie schon einmal getroffen haben.
Dann springt eine Vertretung aus unserem festen Team ein, vorher angekündigt und mit sauberer Übergabe, damit niemand ganz Fremdes vor Ihrer Tür steht. Einsätze fallen bei uns praktisch nie aus, das ist der Vorteil eines Teams gegenüber einer einzelnen selbstständigen Kraft.
In der Regel innerhalb einer Woche nach Ihrer Anfrage. Nach einem Krankenhausaufenthalt oder in einer akuten Situation oft schon am nächsten Tag.
Unsere Anerkennung gilt in ganz Schleswig-Holstein. Ob wir bei Ihnen helfen können, hängt davon ab, ob in Ihrer Nähe eine Alltagshilfe frei ist. Rufen Sie uns kurz an, wir sagen Ihnen direkt, ob es bei Ihnen passt. Außerhalb von Schleswig-Holstein, zum Beispiel in Hamburg, können wir nicht über die Pflegekasse abrechnen.
Ja. Unsere Betreuungskräfte sind speziell für den Umgang mit Menschen mit Demenz geschult. Wir arbeiten mit ruhiger Tagesstruktur, Wiedererkennung und einer festen Bezugsperson, damit Unruhe und Angst weniger Raum bekommen. Für Angehörige bedeutet das oft zum ersten Mal wieder ein paar Stunden durchatmen.
Der Entlastungsbetrag ist eine monatliche Leistung der Pflegekasse in Höhe von 131 Euro, die jedem Menschen ab Pflegegrad 1 zusteht, unabhängig vom Einkommen.
Er ist zweckgebunden für Entlastungsleistungen wie unsere. Sie bekommen das Geld nicht aufs Konto, es wird direkt mit anerkannten Anbietern verrechnet.
Stellen Sie bei Ihrer Pflegekasse einen Antrag, ein Anruf dort genügt. Schon Pflegegrad 1 bringt den vollen Entlastungsbetrag von 131 Euro im Monat. Wie der Antrag abläuft, steht in unserem Ratgeber.
Ja. Wer ohne Pflegegrad Hilfe im Haushalt oder Begleitung im Alltag braucht, kann unsere Leistung privat buchen. Wir rechnen dann direkt per Rechnung ab, mit 40 Euro pro Stunde plus 5 Euro Anfahrt je Einsatz, ohne Mindestlaufzeit.
Nein. Sie unterschreiben einmalig eine Abtretungserklärung. Danach senden wir die Rechnung direkt an Ihre Pflegekasse und Sie bekommen nur eine Kopie zur Kenntnis. Keine Überweisung, keine Vorkasse, kein Papierkram.
Nicht genutzter Entlastungsbetrag aus dem laufenden Jahr wird automatisch bis zum 30. Juni des Folgejahres übertragen. Bei 131 Euro pro Monat stehen Ihnen so bis zu 1.572 Euro im Jahr für Alltagshilfe zur Verfügung.
Was über den Entlastungsbetrag hinausgeht, stimmen wir vorher mit Ihnen ab und rechnen es zum gleichen Preis privat ab. Mit unserer Empfehlung, alle zwei Wochen eineinhalb Stunden, reicht der Entlastungsbetrag bei Pflegegrad 1 genau aus.
Nein. Wir rechnen über den Entlastungsbetrag ab, ab Pflegegrad 2 auf Wunsch zusätzlich über die Umwandlung der Pflegesachleistung. Ihren Jahresbetrag für Verhinderungs- und Kurzzeitpflege behalten Sie vollständig und können ihn bei einem Anbieter nutzen, der diese Leistungen abrechnet.
Ja. Unsere Leistungen gelten als haushaltsnahe Dienstleistung nach §35a EStG. 20 Prozent der Arbeitskosten ziehen Sie direkt von der Einkommensteuer ab, die Ermäßigung beträgt höchstens 4.000 Euro im Jahr. Absetzbar ist nur, was Sie selbst bezahlen, der Anteil der Pflegekasse zählt nicht.